Deutscher Glücksspiel-Survey 2025 enthüllt stabile Teilnahmequoten und anhaltende Risiken
Nils Flores · Jun 6, 2026

Deutscher Glücksspiel-Survey 2025 enthüllt stabile Teilnahmequoten und anhaltende Risiken

Umfang und Durchführung der Erhebung
Die nationale Erhebung des Glücksspiel-Surveys 2025 befragte 12.340 deutsche Einwohner im Alter von 16 bis 70 Jahren und liefert damit aktuelle Daten zur Glücksspielbeteiligung sowie zu damit verbundenen Problemen, wobei Experten die Ergebnisse im Juni 2026 weiter analysieren und mit früheren Erhebungen vergleichen. Forscher sammelten Informationen zu verschiedenen Spielformen und ermittelten sowohl die Gesamtteilnahme als auch spezifische Risikofaktoren, während sie Methoden wie standardisierte Fragebögen einsetzten, um verlässliche Zahlen zu erhalten.
Teilnahme am Glücksspiel bleibt konstant
Die Gesamtteilnahme am Glücksspiel lag bei 36,4 Prozent und zeigte sich damit weitgehend stabil im Vergleich zu den Werten aus dem Jahr 2021, wobei Männer mit einer Quote von 40,4 Prozent stärker vertreten waren als Frauen. Daten deuten darauf hin, dass diese Stabilität auf eine ausgewogene Mischung aus traditionellen und digitalen Angeboten zurückgeht, während Beobachter feststellen, dass bestimmte Altersgruppen wie junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren überdurchschnittlich häufig an Online-Formaten teilnehmen. Die Studie erfasste sowohl Lotterien als auch Sportwetten und Casino-Spiele, sodass ein umfassendes Bild der Beteiligung entsteht, und Forscher betonen, dass die leichte Veränderung gegenüber früheren Jahren statistisch nicht signifikant ausfällt.
Risiken und problematische Spielmuster
Etwa 2,4 Prozent der Erwachsenen zeigten Anzeichen einer Glücksspielstörung, während diese Rate bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 25 Jahren auf 4,9 Prozent anstieg und damit eine besonders betroffene Gruppe markiert. Die Erhebung identifizierte zudem 6,9 Prozent der Befragten, die Hochrisikoformen wie Casino-Spiele oder Slots nutzten, und diese Zahlen verdeutlichen, dass Risiken trotz stabiler Gesamtteilnahme bestehen bleiben. Forscher verknüpften die Ergebnisse mit dem Auftreten von Online-Casino-Spielen, die als besonders problematisch gelten, und die Analyse zeigt, dass solche Formate häufiger zu erhöhtem Risikoverhalten führen als andere Varianten.

Besondere Herausforderungen bei Online-Casino-Spielen
Online-Casino-Spiele trugen maßgeblich zu den identifizierten Risiken bei, da sie schnelle Abläufe und leichte Zugänglichkeit bieten, was nach Ansicht von Forschern das Potenzial für problematische Nutzung erhöht. Die Studie ergab, dass Teilnehmer, die solche Spiele bevorzugen, häufiger Symptome einer Störung aufwiesen, während die Gesamtdaten gleichzeitig bestätigen, dass die Mehrheit der Spieler verantwortungsvoll agiert. Behörden und Experten nutzen diese Erkenntnisse, um Präventionsmaßnahmen gezielt auf gefährdete Gruppen wie junge Erwachsene auszurichten, und die Ergebnisse fließen bereits in Diskussionen über verbesserte Schutzmechanismen ein.
Vergleich mit früheren Erhebungen und aktuelle Entwicklungen
Im direkten Vergleich zu 2021 zeigen die Zahlen des Glücksspiel-Surveys 2025 kaum Veränderungen bei der Gesamtteilnahme, doch die Risikowerte bei bestimmten Spielformen blieben konstant hoch und unterstreichen die Notwendigkeit fortlaufender Beobachtung. Forscher verweisen darauf, dass Online-Formate weiterhin eine zentrale Rolle spielen und dass die höhere Betroffenheit junger Erwachsener auf veränderte Konsumgewohnheiten hindeutet. Die detaillierten Auswertungen liegen in dem Bericht Glücksspielteilnahme und glücksspielbezogene Probleme in der Bevölkerung vor, der als Grundlage für weitere Studien dient und im Juni 2026 in Fachkreisen intensiv diskutiert wird.
Fazit
Der Glücksspiel-Survey 2025 liefert eine fundierte Basis für die Bewertung der aktuellen Lage in Deutschland und zeigt, dass stabile Teilnahmequoten nicht automatisch zu sinkenden Risiken führen. Die erhobenen Daten zu Störungen und Hochrisikospielen ermöglichen gezielte Maßnahmen, während Forscher die Entwicklungen weiter verfolgen, um langfristige Trends zu erkennen und die Ergebnisse in präventive Strategien umzusetzen.